Forschung.

Die Orientierung an neuen Produktionstechniken, ausgelöst durch die vierte industrielle Revolution in der Textilbranche, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Durch die Interaktion mit „intelligenten“ Systemen an Maschinen und mit zunehmender Automation ändern sich Prozesse, Arbeitsstrukturen und Aufgaben der Mitarbeiter/innen auf allen Ebenen. Die Arbeitsinhalte werden komplexer, erweiterte und veränderte Kompetenzen werden notwendig. Gleichzeitig hat die Zahl der Arbeitnehmer/innen in der Textilbranche in über 60 Jahren im Vergleich zu anderen Branchen sehr stark zugenommen.

Dieses Zusammenspiel zwischen sozialen und technischen Innovationen, entstehend aus der Einführung neuer Produktionsverfahren und der älter werdenden Belegschaft in der Textilbranche, wird die Arbeitsgruppe „SozioTex“ aus ingenieurs- und gesellschaftswissenschaft-
licher Perspektive betrachten.

In Kooperation mit Industrie- und Forschungspartnern wird an Hand von Demonstratoren die Adaption von vorhandenen 4.0 Lösungen auf die Textiltechnik überprüft, die Auswirkungen von Industrie 4.0 auf die Belegschaft ermittelt, die Anschlussfähigkeit der Unternehmen getestet und Handlungsempfehlungen aus best practice-Beispielen abgeleitet.

Industrie 4.0 kann nur funktionieren, wenn die Mitarbeiter/innen von vornherein bei der Gestaltung des Wandels berücksichtigt werden, da sie diejenigen sind, die Systeme integrieren und nutzen.